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BEGLEITUNG SENIOREN/INNEN –
Validation, Verluste, Trauer 

VALIDATION

« Wenn die Orientierung über Zeit und Ort schwindet, wenn die Stunde des Rückzugs gekommen ist, wenn Regeln keine Bedeutung mehr haben und soziale Verpflichtungen ihr Gewicht verlieren, dann ist es das Wesentliche des Menschseins, das sich zeigt. Ältere Menschen finden ganz natürlich zu ihrer inneren Weisheit zurück. Wenn ihre Sehkraft nachlässt und die Außenwelt verschwimmt, schauen sie nach innen: Sie sehen mit den Augen ihres Geistes, und Menschen aus der Vergangenheit werden wieder lebendig. Wenn das Gedächtnis für jüngere Ereignisse schwächer wird und das Zeitgefühl verblasst, richtet sich ihr Leben nicht mehr nach Minuten, sondern nach Erinnerungen. Wenn ihnen die Sprache entgleitet, übernehmen Klänge und Rhythmen, und Bewegungen aus der Jugend treten an die Stelle der Worte. Um die Verluste der Gegenwart zu überleben, erschaffen sie eine Vergangenheit neu, in der sie mehr Weisheit und Freude finden. » Naomi Feil

 

Dieser Gedanke von Naomi Feil berührt mich tief. Mit der Validation nach N. Feil stelle ich die Person mit neurodegenerativen Einschränkungen in den Mittelpunkt der Begleitung. Ich achte auf die Qualität der Beziehung, lerne ihr Verhalten zu verstehen und entwickle passende, individuelle Formen der Unterstützung.

 

 

VERLUSTE – TRAUER

Mit zunehmendem Alter schleichen sich Verluste in den Alltag: ein vertrautes Gesicht fehlt, ein gewohnter Handgriff wird schwerer, die Welt verändert sich. Das Alter bringt auch existenzielle Fragen mit sich – über die Endlichkeit, die Weitergabe, den Sinn des Lebens. Jeder Verlust, jede Trauer hinterlässt eine Spur – manchmal leise, immer spürbar.
Ich begleite mit Präsenz und Achtsamkeit, damit sich das, was schwer ist, langsam lösen darf. Meine Begleitung verbindet kreative Ausdrucksformen (Malen, Schreiben, Fotografie, Musik) mit körperorientierten Ansätzen (bewusste Atmung, Erdung, Körperwahrnehmung, feine Bewegungen, Handmassage). Diese Kombination eröffnet einen stillen, weichen Raum, in dem Schmerz abgelegt, Worte gefunden und Empfindungen wahrgenommen werden können – ein Ort zum Sprechen, Fühlen, Sein.

 

Der Körper erinnert sich. Der Körper trägt alles, was wir erleben, in sich. Durch eine körperorientierte Begleitung kann die Person:

• ihr Nervensystem beruhigen
• ein Gefühl von Ganzheit wiederfinden
• emotionale und körperliche Spannungen lösen
• ihre innere Sicherheit stärken

 

Wege des Übergangs

Es geht darum, zu ehren, was war, und zu öffnen, was kommt: das Unsagbare in Worte zu fassen, ein kleines Ritual zu gestalten, die eigene Geschichte neu zu betrachten, die inneren Kräfte wiederzuentdecken.

 

Trauer ist ein Weg, der nicht überwunden, sondern durchschritten wird.
Und auf diesem Weg kann sich etwas beruhigen, etwas öffnen, etwas verwandeln – hin zu einer neuen, vielleicht sanfteren Weise, das Leben zu bewohnen.

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